Vorheriger Vorschlag

Gestaltung der Stadtteile

"Die Gestaltung der Stadtteile entwickelt deren eigenständigen Charakter weiter und gibt der Qualität des Wohnumfeldes Vorrang."

Einschätzung der Stadtverwaltung:

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Fortführung I Ziel wurde teilweise erreicht

Angebot von traditionellen und alternativen Wohnformen

Häuser-Fassade mit Balkonen

"In den Stadtteilen gibt es attraktive Angebote traditioneller und alternativer Wohnformen."

Einschätzung der Stadtverwaltung:

Das strategische Ziel wurde teilweise erreicht. Es wird weiterhin von Bedeutung sein und als Daueraufgabe eingestuft.

Was sollte mit Bezug auf traditionelle und alternative Wohnformen im neuen Leitbild festgehalten werden?

Kommentare

Was bitte sind traditionelle und alternative Wohnformen? Landwirtschaftlicher Gemischtbetrieb mit drei oder vier Generationen unter einem Dach? Ist das noch traditionell oder heute schon alternativ? Hippie-Kommune mit Wagenburg? Einzimmerappartements für Wochenendheimkehrer? Einfamilienhaus mit Garten? Mietwohnungen?
Wie soll solch ein Ziel ernsthaft überprüft und damit als erreicht oder teilweise erreicht eingestuft werden?

Viele Familien, die bereits in Ingelheim wohnen, haben keine Möglichkeit selbst zu bauen, da die Grundstückspreise einfach viel zu hoch sind. Vielleicht mal Preise deckeln bzw. den Maklern das Geschäft erschweren.

Die Demografie-Uhr tickt und der Wunsch nach einer Wohnsituation, die der jetzigen in etwa entspricht und zugleich die Möglichkeit bietet, ggf. Hilfeleistungen Zug um Zug in Anspruch nehmen zu können, ist mit Sicherheit auch bei vielen Ingelheimer Seniorinnen und Senioren existent. Gemeint ist nicht die klassische Form einer teueren und selbst mit Pflegegrad-Zuschuss ohnenhin kaum bezahlbaren Senioren-Residenz, auch nicht die des Modells Betreutes Wohnen/Pflegeheim, sondern eine innovative Lösung, begleitet und ggf. mitgetragen von der Stadt Ingelheim und den entsprechenden Dienstleistern.
Ein solches Wohnumfeld zu schaffen, ist sicherlich eine Herausforderung und könnte als Leuchtturm-Projekt beispielgebend sein. Darüber konkret nachzudenken, ist auf jeden Fall eine in vielerlei Hinsicht gute Sache.

KleinHäuser - TinyHauses- werden mit 20 bis 30 m² Wohn-und Nutzfläche verkauf und genutzt. Was bauen WBI und andere? Braucht eine Einzelperson als Erstbezug wirklich ein LoftWohnung mit 200 m²? Die Bauträger - wir alle als Bewohner - müssen flexibler werden. Es geht mir nicht um die alten Menschen, die nach dem Tod ihres Partners in der "großen" Wohnung weiterleben müssen. Es geht um diejenigen, die nur als Status die Wohnflächen benutzen. Das Spektrum der Angebote muss breiter für die verschiedenen Bedarfe gestreut werden. Letzlich geht es um Bezahlbarkeit, um Landschaftsflächenverbrauch, um Energieverbrauch: WIE VIEL IST GENUG ?

Priorisierung der Erhaltung von Natur- und Kulturlandschaften vor der Erschließung von Neubaugebieten und der maximierten Schaffung von neuem Wohnraum. Ingelheim und seine Ortsteile braucht kein signifikantes Wachstum an Wohnraum. Wohnraum existiert im Landkreis Mainz-Bingen bereits genügend bei stagnierendem Bevölkerungswachstum in den nächsten Jahrzehnten. Vielmehr gilt es die grünen Lagen von Ingelheim und seinen Ortsteilen langfristig im Rahmen eines effektiven Gründflächenmanagements zu erhalten.