Der Gesamtprozess Stadtentwicklung 2040 und die Bürgerbeteiligung

Die bestehenden Flächennutzungspläne der Stadt Ingelheim und der Verbandsgemeinde Heidesheim sollen nach der Fusion der Gemeinden 2019 durch einen neuen Flächennutzungsplan ersetzt werden, um den zukünftigen Herausforderungen der Stadtentwicklung gerecht zu werden.

Um Ingelheim zukunftssicher und fortschrittlich auszurichten, geht die Stadt in drei Schritten vor: Zusätzlich zur Neuaufstellung des FNPs bis 2025 werden im Vorfeld das Leitbild der Stadt Ingelheim fortgeschrieben und ein neues Stadtentwicklungskonzept (STEK) erstellt. Die drei genannten Instrumente bauen inhaltlich aufeinander auf und sind zugleich miteinander verzahnt. Sie stehen als Stadtentwicklungsinstrumente am Ende aber auch für sich. Ziel der Stadt Ingelheim ist es, diese Schritte der Stadtentwicklung gemeinsam mit Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern Ingelheims, zu gehen.

Das Leitbild

Mit der Fortschreibung des aktuellen Leitbildes 2022 bis zum Jahr 2035 schärft die Stadt Ingelheim ihr Profil für die Zukunft. Das Leitbild ist ein informelles Planungsinstrument und dient als Kompass für die zukünftige Entwicklung der Stadt. Zusätzlich bildet es das inhaltliche Fundament für das STEK und den FNP. Im Leitbild werden die wichtigsten Handlungsfelder und strategischen Ziele der Stadt Ingelheim festgehalten. Es legt fest, wie die Stadt den zukünftigen Herausforderungen in den Bereichen Wirtschaft und Tourismus, Mobilität, Landschaft und Wohnen, Bildung und Kultur weiterhin begegnen wird.

Das Stadtentwicklungskonzept

Das Stadtentwicklungskonzept (STEK) 2040 ist das informelle und räumliche Zukunftskonzept der Stadtentwicklung. Das STEK behandelt daher alle wichtigen Aspekte der Stadtentwicklung im Sinne eines räumlichen Leitbilds. Beim STEK handelt es sich um eine gemeindeweite Planung im Sinne eines räumlichen Leitbilds, welche zu den wesentlichen Themen der Stadtentwicklung wie z.B. dem Wohnen, dem Gewerbe, dem Verkehr oder der Landschaft strategische Ziele für die Gesamtstadt und deren Teilräume formuliert. Planungsbüros der unterschiedlichen Fachrichtungen begleiten den Prozess. Das Stadtentwicklungskonzept bringt das beschlossene Leitbild sozusagen auf den Plan und stellt dar, wie sich die Stadt Ingelheim in den kommenden 15 bis 20 Jahren weiterentwickeln soll.

Der Flächennutzungsplan

Der neue Flächennutzungsplan (FNP) für Ingelheim wird das gesamte Gemeindegebiet nach der 2019 erfolgten Fusion (Ingelheim, Heidesheim, Wackernheim) umfassen. Er stellt die beabsichtigte Bodennutzung innerhalb des Stadtgebiets dar und wird wie das STEK auf das Zieljahr 2040 ausgerichtet.

Der neue FNP nimmt insbesondere die örtlichen Verhältnisse und Bedarfe in den Blick. Das bedeutet, dass auf dem Weg dahin möglichst viele und unterschiedliche Stimmen, Ideen und Kommentare von Ihnen, den Ingelheimerinnen und Ingelheimern, einfließen sollen. Da die vorgeschriebene Beteiligung zum FNP recht formal und nicht sehr niedrigschwellig ist, sollen die wesentlichen Themen der Stadtentwicklung, welche auch für den FNP relevant sind, zunächst möglichst breit und offen diskutiert werden.

Als fachliche Grundlage für die Aufstellung des Flächennutzungsplans werden Fachbeiträge zu unterschiedlichen Themen der räumlichen Planung von externen Fachbüros erarbeitet (z.B. Landschaft, Wohnen, Gewerbe, Verkehr und Einzelhandel).

Beteiligung

Sie als Ingelheimerinnen oder Ingelheimer sind gefragt, sich aktiv mit Ihrem Feedback und Ihren Ideen für Ingelheim an der Diskussion zu beteiligen. Sie können sich informieren, miteinander diskutieren und die Zukunft Ingelheims mitgestalten: Was passiert wo in Ingelheim?

Zum Leitbild, zum STEK und zum FNP gibt es jeweils passende Beteiligungsmöglichkeiten in der Stadt und hier auf der Plattform. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie planen wir Beteiligung digital, vor Ort oder hybrid – damit sie für alle sicher zugänglich ist.

Die Beteiligung beginnt im Frühsommer 2021 und ist auf etwa vier Jahre angelegt.